Heilfasten

Unter dem Begriff Heilfasten versteht man den freiwilligen Verzicht auf eine feste Nahrung. Das betrifft aber nur eine begrenzte Zeit. Oft streckt sich das Heilfasten zwischen 5 und maximal 35 Tagen. Im Grunde genommen ernährt sich die betroffene Person nach einem bestimmten Fasten-Modell. Meist handelt es sich um Wasser, Tee, Saft oder Gemüsebrühe. Durch die Fastenzeit sollen insbesondere die Selbstheilungskräfte im Körper angeregt werden. Das besagt zumindest die Theorie. Manche wollen während dieser Zeit einfach nur ein paar Pfunde verlieren. Wie genau das Heilfasten abläuft und welche Möglichkeiten es gibt, wird im folgenden Artikel erklärt. 

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Was genau ist Heilfasten?


Im Prinzip hat jeder Deutsche schon mindestens einmal bewusst für einige Wochen gefastet. Allerdings handelt es sich hierbei weniger um eine strenge Fastenkur, sondern viel mehr um den Verzicht um Dinge wie: 

– Schokolade
– Alkohol
– Fernsehen
– Handy 
– etc.

Bei den echten Fastenkuren, wie auch beim Heilfasten, geht es anders zu. Feste Nahrung ist hier verboten. Außerdem gibt es einen Grund, warum man nach einer bestimmten Weile nicht verhungert. Der menschliche Organismus ist in der Lage sich aus seinen eigenen Reserven zu ernähren. Deswegen erfolgt die Umstellung in mehreren Phasen. Im ersten Schritt werden Kohlenhydrate in Form von Glykogen in der Leber gespeichert. Diese dienen lediglich der Energiegewinnung. Meist ist der Speicher nach etwa einem Tag aufgebraucht. 

Dann kommt das Eiweiß zum Einsatz und dient zur Gewinnung von Energie. Des Weiteren erhöht sich die Fettspaltung. Dadurch können die Fettsäuren, Glycerin und Ketonkörper bereitstellen. Während der Fastenzeit stellt sich der Gehirnstoffwechsel im Gehirn um und passt sich den Gegebenheiten an. Er befindet sich in einer Art Sparmodus. Der Anteil der Fettverbrennung soll sich auf bis zu 95 Prozent erhöhen. Durch die Stoffwechsellage gibt es Verbesserungen im Blutkreislauf. 

Außerdem hat die Umstellung der Ernährung einen erheblichen Einfluss auf die Psyche eines Menschen. Der Anfang mag ungewohnt sein, mit Laufe der Zeit aber fühlt man sich gut. Das wirkt sich auch in der Stimmung aus. Diese hält sogar noch nach dem Fasten an. Dafür verantwortlich ist das vom Gehirn ausgeschüttete Glückshormon Serotonin. 

Ein kleiner Bonus vom Heilfasten ist die Abnahme von Gewicht. Wie bereits angesprochen kann man generell mit Kuren einiges an überschüssigem Fett verlieren. Denn es wird nur ein Bruchteil der sonst üblichen 1500 bis 3000 Kalorien am Tag aufgenommen. Dennoch kann das Heilfasten nicht ganz ohne Zufuhr an Kalorien durchgehalten werden. Am Tag werden etwa zwischen 200 und 400 Kilokalorien aufgenommen und zwar in Form von Gemüse, Brühen sowie Obstsäften und ähnlichem. Am Tag werden um die 2 Liter oder mehr an Wasser getrunken. 

Heilfasten
Säfte sind für das Heilfasten gut geeignet

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Wie funktioniert das Heilfasten?


Beim Heilfasten gibt es mehrere Möglichkeiten. Im Grunde genommen werden aber drei unterschiedliche Varianten unterschieden: 

Variante 1: stationär in einer Heilfasten Klinik
Variante 2: ambulant mit einem Fastenbetreuer
Variante 3: alleine

Alleine sollte es nur gemacht werden, wenn medizinisch alles in Ordnung ist. Denn längeres Fasten kann immer wieder zu Problemen führen. Zudem empfiehlt es sich mehr für erfahrene Personen, welche die Prozedur bereits einmal vollzogen haben. 

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Was genau bringt Heilfasten?


Oben wurden bereits die ersten Punkte angesprochen, warum Heilfasten durchgeführt wird. Beim Verzicht auf eine feste Nahrung wird geholfen ein eingeschliffenes Ernährungsmuster zu durchbrechen. Letztendlich sollte damit das Essverhalten umgestellt werden. Viele Studien belegen, dass Menschen, die gefastet haben, ihren Lebensstil nachhaltig ändern können. Es ist also ein guter Start für zukünftige Umstellungen von alten Gewohnheiten. 

Des Weiteren wird die Art des Fastens bei folgenden Situationen eingesetzt: 

– Krankheiten
– chronischen Schmerzen
– psychosomatischen Störungen

Ein gutes Beispiel dafür ist Rheuma. Es hat einen lindernden Effekt und lässt sich durch das Fasten gut messen. Des Weiteren lässt sich mit der Kur Gewicht verlieren. Ermöglicht wird das durch die Steigerung von Serotonin. Außerdem entwickelt das Gehirn ein Hochgefühl wodurch alles intensiver wahrgenommen wird. 

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Möglichkeiten zum Fasten


Es gibt verschiedene Wege und Mittel wie die Fastenzeit angegangen werden soll. Im folgenden Abschnitt werden 8 verschiedene Wege vorgestellt, die während des Heilfastens verwendet werden. 


1) Fasten nach Buchinger
Dabei handelt es sich um die älteste Methode von allen. Begonnen wird mit drei Entlastungstagen und anschließend starten die Fastentage und die Darmentleerung. 

2) Saftfasten, Suppenfasten oder Molkefasten
Diese Variante des Fastens wird meist bei Kurzentren angeboten. Während dieser Zeit wird viel Wasser, Tee sowie frisch gekochte Gemüsebrühe getrunken. 

3) Teefasten
Hierbei handelt es sich um die radikalste Art. Hier wird nur Tee und Wasser konsumiert. 

4) Fasten nach Franz Xaver Mayr 
Bei dieser Kur wird Gebäck in Kombination mit Ziegenmilchprodukten gegessen. Die Entstehung reicht bis zum 19. Jahrhundert zurück. 

5) Schrothkur
Bei diesem Heilfasten wird nicht komplett gefastet, sondern lediglich die Ernährungsweise umgestellt. Die Kur findet meist in einer Kurklinik statt.

6) Fasten nach Hildegard von Bingen
Bei dieser Kur kommen 4 unterschiedliche Modelle zum Einsatz. Dabei handelt es sich um verschiedene Dinkelkost. 

7) Basenfasten
Auch hier wird nicht auf Nahrung verzichtet. Es gehört mehr zu den therapeutischen Fastenarten. Hier werden üblicherweise drei Mahlzeiten am Tag eingenommen. Der Fokus liegt auf Obst und Gemüse. 

8) intermittierendes Fasten
Bei der letzten Art vom Heilfasten dreht es sich um das intermittierende Fasten. Zwischen 2 Mahlzeiten liegt immer eine Pause von etwa 16 bis 18 Stunden. 

Heilfasten
Kartoffelsuppe


Regeln beim Fasten
Beim Fasten wird auf feste Nahrung verzichtet. Eine Anleitung kann dabei helfen die größten Fehler zu vermeiden, um richtig zu fasten. Als Hilfestellung sollen die folgenden 10 Regeln dienen: 


Regel 1: Gesund checken
Die Fastenzeit geht über mehrere Tage und deswegen sollte sich jeder zuvor nochmal vom Arzt untersuchen lassen. Beispielsweise macht es Sinn unter Beobachtung zu bleiben, wenn eine Krankheit vorliegt. So kann der Arzt je nach Zustand eingreifen. Ebenfalls verzichten darauf sollten Menschen, die an einer Magersucht leiden oder Probleme mit ihrem Herz oder der Niere haben. Auch Essstörungen können ein Grund dagegen sein. 

Regel 2: viel Trinken
Beim Heilfasten gilt das Motto: Wenig essen, aber viel trinken. Beim Fasten wird lediglich auf eine feste Nahrung und Genussmittel verzichtet, nicht aber auf Trinken. Im Grunde genommen nimmt man während der Zeit nur flüssige Dinge zu sich ein. Dabei kann es sich handeln um: 

-> Gemüsebrühen
-> Obst
-> Säfte
-> Tee
-> Wasser

Gerade in dieser Zeit benötigt der Organismus vermehrt Flüssigkeit. Nur so lassen sich die gespeicherten Gifte und Abbauprodukte ausschwemmen. 

Regel 3: Entleerung & Ausscheidung
Der nächste Punkt betrifft die Entleerung des Darms. Jede Fastenkur startet mit mindestens einem Entlastungstag. Am Tag danach wird der Darm entleert. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Selbst während des Fastens ist es zwingend notwendig den Darm zu entleeren. Die Ausscheidungsorgane schaffen es nämlich nicht ohne Unterstützung. Dazu gehören Darm, Leber, Haut, Schleimhäute, Lunge und die Nieren. Wichtig sind vor allem Einläufe zu einer weiteren Darmreinigung. 

Regel 4: auf unnötige Dinge verzichten
Während dem Heilfasten wird auf vieles verzichtet. Dazu sollten auch unnötige Sachen gehören. Das sind Alkohol, Nikotin, Koffein und Schlafmittel. Sie lenken den Geist zu sehr ab. Dazu zählen auch TV, Radio und Zeitungen. 

Regel 5: Lösen vom Alltag und Beruf
Fasten ist mehr als nur der Verzicht auf eine feste Nahrung. Während des gesamten Zeitraums wird die Seele beeinflusst. Es ist wichtig sich nicht von stressigen Dingen wie dem Beruf oder Alltag beeinflussen zu lassen. Ansonsten ist es schwer sich vollständig der Fastenzeit zu widmen. Nach und nach lassen sich dadurch bestimmte Lebensgewohnheiten ändern und anpassen. 

Regel 6: Ruhe finden
Ruhe und Stille finden schließt an Punkt 5 an. Es ist wichtig sich an einem bestimmten Zeitpunkt des Tages zurückzuziehen, um sich zu entspannen. Ideal dafür geeignet ist Meditation. Das Anzünden einer Duftkerze oder von ätherischen Ölen löst wahre Wunder aus. Ebenfalls möglich ist entspannende Musik bei einem Wohlfühlbad – Hauptsache dem Körper geht es gut. 


Regel 7: in Bewegung sein
Der nächste Tipp ist wichtig. Manche nehmen an, dass durch weniger Bewegung mehr Reserven gespart werden können. Das mag zu einem bestimmten Grad stimmen, jedoch ist es wichtig auch beim Heilfasten immer etwas in Bewegung zu bleiben. Durch die ständige Bewegung wird der Körper in Schwung gebracht. Mitunter wird profitiert von einem: 

– schnelleren Abtransport der Gifte
– besserer Stoffwechsel
– Beschleunigung vom Lymphfluss

Außerdem kann sich während der Bewegung die Muskelmasse nicht verringern, welches normalerweise der Fall wäre. Zu empfehlen sind Dinge, die einem Spaß machen. Dazu gehören könnten klassische Radtouren, Yoga, Wanderungen, Spaziergänge oder eine andere Sportart. Im Grunde genommen lässt sich für jeden etwas finden. 

Regel 8: Zeit im Freien verbringen
Dieser Punkt schließt an Punkt 7 an. Bewegung ist das A und O. Ideal, wenn es in der Natur passiert. Denn dort gibt es frische Luft, die den Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Außerdem hat die Natur eine heilende Wirkung auf seelische Prozesse, die durch das Heilfasten ausgelöst werden. 

Regel 9: sich verwöhnen lassen
Die Fastenzeit kann je nach Erfahrung schwer sein. Deswegen sollte man sich hin und wieder einmal verwöhnen lassen. Eine Massage oder andere Behandlungen sind dabei die richtige Wahl. Wohlfühl-Behandlungen pflegen den Körper und sorgen für eine bessere Stimmung. 


Regel 10: Aufbauzeit 
Der letzte Punkt betrifft die Zeit nach der Fastenzeit. Dort sollten die Betroffenen sich nicht gleich wieder aufs Essen stürzen, sondern behutsam mit der Situation umgehen. Zu Beginn wird ein sanfter Saft empfohlen. Leicht verdauliche Lebensmittel wie Äpfel und Kartoffeln sind ebenfalls gut geeignet. 

Heilfasten
Mönche betreiben regelmäßig Heilfasten

Risiken von Heilfasten


Fasten ist nicht ohne. Vor allem, wenn es sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Generell ist es ratsam nicht länger als eine Woche zu fasten, ohne die Meinung eines Arztes anzuhören. Wer prinzipiell Medikamente einnimmt oder an verschiedenen Krankheiten leidet, sollte das Heilfasten nur unter Betreuung durchziehen. Denn der Verzicht auf Nahrung ist alles andere als einfach. Benötigt werden unter anderem viel Disziplin sowie ein starker Wille. Besonders hart werden die ersten 3 Tage. Dort muss der Körper oft mit Kopfschmerzen, Schwindel und Hungergefühl kämpfen. 


Fazit 
Heilfasten ist eine besondere Art des Fastens. Wer sich dafür interessiert, der sollte zuvor mit seinem Arzt darüber sprechen. Denn nur im gesunden Zustand macht die Kur Sinn. Ansonsten sollte der Fastenzeit nichts mehr im Weg stehen.

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Artikel:Heilfasten

Mehr über Heilfasten kannst du hier erfahren:

➡Wikipedia Artikel

Heilfasten Artikel von DGE

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